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Erkenntnis

Die Gewohnheit von Wahrnehmung ändert sich, wenn auch langsam. Es ist u.a. an der Architektur, diese Gewohnheiten weiter zu tragen und zu modifizieren. Das hat Folgen für die Inbezugnahme und damit auch für die Bedeutung, die in ihr erscheint. Die Einheit oder der Zusammenhalt der verschiedenen Inbezugnahmen, die möglichen Lesarten, bestimmen die Adäquatheit sowohl der verwendeten Mittel, um eine Bedeutung zu vermitteln, als auch ihrer Interpretation. Die Weisen der Inbezugnahme allein schaffen noch keinen Wert. Wert entsteht allein in der Verknüpfung der Bedeutungsschichten, wenn sie unsere Art die Welt wahrzunehmen berührt, das heißt, unseren Erkenntnisprozeß vorantreibt, also teilhat an der Weltenformung. Innerhalb der Architektur kann ein Erkenntnisprozeß erst dann in Gang kommen, wenn ein Dialog beginnt. Dieser Dialog beginnt mit sinnlich-emotionaler Bindung, Affektionen. Von der Umwelt muss eine Aufforderung zum Gespräch ausgehen, oder wir müssen diese Aufforderung in die Umwelt hineinlesen.


Das setzt einen ständigen gedanklichen Dialog voraus, ohne den keine Welt erfahrbar, das heißt, überhaupt für uns existent wäre. Dabei beruht die Subjekthaftigkeit der Umwelt auf den Phänomenen der Ähnlichkeit wie der Typisierung. Gleichviel, ob im Traum oder im Wachen, die Bezugsmöglichkeiten unseres Denkens bleiben die gleichen. Sie entspringen derselben Matrix. Architektur betrifft genau die Schwelle zwischen einer Welt, die wir als absolut verstehen, und dem Wissen, dass wir von ihr nur eine Vision haben. Architektur arbeitet daran, diese Schwelle vom absoluten Weltverständnis hin zur subjektiven Wahrnehmung zu überschreiten. Sie fordert zur Arbeit an den Weltvisionen auf. Wir teilen die Absage an die eine bedeutungsvolle Welt, wollen aber mit Konsistenz einen Begriff einführen, der subjekthafte Gegenstände, hier sind es räumliche Erscheinungen, außer uns beschreibt: Unser Arbeiten ist der dauerhaften Suche danach gewidmet.
Cognition

The habits of perception are changing, although slowly. Architecture is a way to keep as well as to modify these habits, and thereby to modify the function of reference and the meaning it displays. Several sorts of reference together make up the reading of a space. Their combination determines to what extent a certain meaning is conveyed and how it can be interpreted. Reference does not simply produce value. Value only emerges when several layers of meaning overlap. Then reference affects our perception of the world. It advances cognition by being part of the creation of worlds. In encoutering of a work of architecture, a process of cognition can only develop if there is a dialogue. It starts with sensual and emotional attraction, that is, affections. Either we are addressed by our surrounding or we have to project such a request. In both cases a constant mental dialogue is presupposed, otherwise we could not experience a world because there would not be none.


And it is similiarity and typicalness that make things from our surrounding world seem as subjects. Regardless of waking or dreaming, we always apply the same modes of reference that arise from only one matrix. Architecture is found on the borderline between conceiving a world as absolute and knowing it to be only a vision. It tries to cross the border from seeing an absolute world to perceiving it as a subject. Architecture invites us to work on our visions of a world. I do agree with the opinion that there is no such thing as one meaningful world. In addition I would like to introduce the notion of ‘consistency’ which is supposed to describe phenomena in the space around us. My work is a constant search for it.
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